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Schweiz:
SC Rapperswil-Jona - HC Ambri-Piotta 5-3
Durch die äußerst überzeugenden Eindrücke
unseres letzten Besuches bei unseren Freunden in Rapperswil, war uns schon
relativ früh klar, dass wir das Ganze natürlich wiederholen werden. So
begannen die Planungen für unseren Besuch schon vor Wochen. Im Vorfeld
tauchten leider einige Probleme auf, sodass die ganze Fahrt gar auf der
Kippe stand, doch mehr oder weniger auf den letzten Drücker fanden sich
dann doch 4 Leute zusammen, um die 8-stündige Reise auf sich zu nehmen. Bei der
Vernichtung des ein oder anderen alkoholischen Getränkes erfuhren wir dann
auch, dass es an diesem Tage einen Support-Boykott geben sollte. Als wir
uns dann ein allgemeines Bild über die Situation gemacht hatten, war es
natürlich selbstverständlich, dass wir uns an der Aktion unserer Freunde
beteiligen und genauso auch unser Banner falsch herum aufhängen werden.
Kurze
Aufklärung:
Es hatte in letzter Zeit mehr oder weniger mit Stadionverboten gehagelt
und das aus unserer Sicht mit untragbaren Begründungen von Seiten des
Vereins. Als Beispiel wurden 4 Personen mit Stadionverbot bestraft, weil
Sie an einem Ort angetroffen wurden, wo sich eine halbe Stunde zuvor ein
Zwischenfall ereignete und sie als Rappifans erkannt wurden... Um ca. 19:15 Uhr gingen wir dann gemeinsam zum Stadion. Schnell mit Karten eingedeckt, betrat man die Eishockey-Arena, um das Spiel zu verfolgen. Zu Gast war übrigens Ambri – Piotta - der Gegner gegen den sich Rappi letztes Jahr den Klassenerhalt in den Play-Outs sichern konnte. Rappi selbst liegt zurzeit auf dem letzten Tabellenplatz und wird die Play-Outs diese Saison wohl abermals nicht mehr umgehen können, doch davon war im Spiel gegen Ambri mal gar nichts zu spüren. Über das ganze Spiel hinweg war der SCRJ die stärkere und spielbestimmende Mannschaft. Zwar schaffte Ambri zweimal den Ausgleich und der entscheidende Treffer zum 5:3 fiel auch erst Sekunden vor Schluss durch ein sogenanntes „LoosingNetGoal“, aber dieser Sieg hätte auch viel höher ausfallen können - u.a. wurden von Rappi zwei Penaltys vergeben, sodass die drei Punkte zurecht an die Heimmannschaft gingen.
Rapperswil-Jona kann aufgrund des Supportboykotts natürlich nicht bewertet
werden, jedoch wurde am Ende einmal ein Dank an die Mannschaft gegeben,
sowie ein lautes „Gegen alle Stadionverbote“. So konnte man dann doch
schon einen kleinen Eindruck vermitteln, welches hohe Potential hier
herrscht. Von Ambri hätten wir uns da doch schon mehr versprochen, als das
von ihnen gezeigte. Wenn Rappi hier Gas gegeben hätte, wäre von Ambri
supporttechnisch mal gar nichts zu vernehmen gewesen. Danach lies
man dann den Tag noch in der Szenekneipe ausklingen und freute sich schon
auf die Auswärtsfahrt nach Bern am nächsten Tag. Denn beim Schweizer
Eishockey ist es üblich, dass in der Saison die Mannschaften zwei Mal an
einem Wochenende spielen. Im Fußball natürlich völlig undenkbar und auch
kostentechnisch für viele sicherlich nicht zu stemmen.
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