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 Schweiz: SC Bern - SC Rapperswil-Jona 3-2
Samstag, 14. Januar 2012 - Arena, Bern
Anstoß: 19:45 Uhr, Zuschauer: 15.843

 

Am Samstagnachmittag traf man sich dann wieder in alter Frische, um sich gemeinsam auf die vorliegende Auswärtsfahrt einzustimmen. Insgesamt fuhren dann ein Bus der Wild Boys, ein Bus von den Fanatix und ein Bus vom Verein gegen 16:30 Uhr ab in Richtung Schweizer Hauptstadt.

Vorab wurden T-Shirts mit der Aufschrift „Gegen Stadionverbote“ verteilt, denn es sollte zu Beginn des Spiels eine kleine Choreo für die SVler geben. In Bern angekommen und den Block bezogen, nahmen wir vier dann erst mal die atemberaubende Halle wahr. Die Berner Halle hat insgesamt ein Fassungsvermögen von 17.200 Zuschauern. Dazu haben die Kurven einen sehr steilen Hang. Optisch auf jeden Fall beeindruckend!

Zu Beginn des Spiels startete Rappi mit der Choreo zu Ehre der Ausgesperrten, indem die Shirts nach oben gehalten wurden und dabei wieder „Gegen alle Stadionverbote“ angestimmt wurde. Zugleich hing noch das ganze Spiel über ein Spruchband mit der Aufschrift: „SOLANGE POLIZEI & CLUB RICHTER SPIELEN WERDEN SIE UNSER VERTRAUEN VERLIEREN“. In Anbetracht der häufigen Wiederholung des Themas in diesem Bericht, sollte deutlich werden, dass es sich hier nicht um einige Kleinigkeiten handelt, sondern dass der Bogen von Seiten der Offiziellen hier weit, weit überspannt wurde und dass zum Leid des wahren Herzen des Vereins, den SCRJ-Fans, die dem Verein seit Jahren die Treue halten und die Mannschaft zu jedem Spiel begleiten!

Zum Spiel selbst ist zu sagen, dass Bern zweimal in Führung ging, der SCRJ zweimal ausglich. In der Endphase erzielte Bern dann ein Tor, dass jedoch wegen eines Fußschusses nicht gegeben wurde. Im Glauben noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen zu sein, schlug dann Bern noch einmal 3 Minuten vor Schluss eiskalt zu. Als dann Rappi noch 2 Minuten vor Ende in Unterzahl geriet, war das Spiel quasi entschieden. Zwar versuchte man noch durch Herunternahme des Torhüters einen Extrafeldspieler aufs Eis zuschicken, doch leider konnte dies nicht den erwünschten Erfolg bringen. Eine bittere Niederlage, jedoch eine gute Leistung, da es an diesem Abend hier gegen einen ernsthaften Meisterkandidaten ging.

Der Support von Bern, vielleicht auch der Akustik geschuldet, war nur schwach zu vernehmen. Jedoch war auch die Mitmachquote der prallgefühlten „Berner Wand“ nicht besonders hoch, was für so ein tolles Stadion mit so hohem Fanaufkommen ehrlich gesagt wirklich schade ist. Rapperswil zeigte im ersten Drittel einen guten Support, lies sich dann aber im zweiten und dritten Drittel ein wenig hängen. Nach dem Spiel waren die Gäste in der Halle jedoch wieder sehr gut zu vernehmen. Im Gegensatz zu unseren netten Ordnern durfte noch lange nach Spielende in der Halle supportet werden. Bei uns wäre da wahrscheinlich schon der ein oder andere aus seinem H.A.U.S, äh Loch gekrochen…

Die Rückfahrt verlief dann ohne große Zwischenfälle, bis auf fünf Gestalten, die drei Rappi – Anhänger, darunter auch eine Person von uns, anpöbelten, da sie scheinbar im Glauben waren die drei Rappi - Fans wären alleine. Dumm nur, dass vor der Tankstelle zwei vollbesetzte 50er Busse standen...

Wieder in der Rosenstadt angekommen, trennten sich dann schon die ein oder anderen Wege, da einige nach Hause mussten bzw. weitere Aktion geplant waren. Das ein oder andere Pivo, sowie die eigens mitgenommene Hausmedizin wurde natürlich noch vernichtet.

Den Sonntag nutzten wir dann noch einmal, um mit einigen der Jungs zusammen etwas zu unternehmen. Am Sonntagabend hieß es dann leider doch wieder Abschied nehmen, fest der Überzeugung „die schönsti Stadt am See“ noch oftmals wiederzusehen.

Die Rückfahrt war relativ relaxt. Das Einzige was uns dann doch ein wenig aggressiver werden lies, war das dämliche Alkoholausschenkungsverbot in Baden-Württemberg und Bayern (Ja, da kommt man auch durch). Naja, wir ham‘s ja überlebt..., auf jeden Fall kamen wir am frühen Morgen wieder in der Domstadt an und ließen noch mal kurz alles Revue passieren, bevor man halbtot ins Bett fiel.

Als Fazit zur Fahrt kann man nur sagen, dass ein rundum geiles Wochenende hinter uns liegt und die guten Eindrücke aus dem letzten Besuch noch getoppt wurden. Die Fanszene des SCRJ hat ein wirklich hohes Potential. Es herrscht eine bewundernswerte Leidenschaft gepaart mit einem festen Zusammenhalt. Und nicht nur männliche Fans sind damit gemeint, denn was uns auch positiv aufgefallen ist, dass auch viele (hübsche) Frauen diese Leidenschaft teilen.

Man kann den Lakers-Offiziellen eigentlich nur dazu raten, möglichst schnell die unberechtigten Stadionverbote aufzuheben und auf die Forderungen der SCRJ-Fans einzugehen, denn zusammen mit den tollen Fans und der steigenden Form der Mannschaft, können wir es uns nicht vorstellen, dass diese Mannschaft absteigt!


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